Herausforderung Gemeinschaftsverpflegung

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Projektkategorie

Praxisorientiertes Projekt

Organisationsname

Styria vitalis Marburger Kai 51/3, 8010 Graz http://www.styriavitalis.at

Kontakt

Reiter Manuela
Telefon 0316 822094 0
Faxnummer 0316 822094 31
gesundheit@styriavitalis.at

Weitere Finanzierung

Stadt Graz,Stadt Graz

Projektstatus

abgeschlossen
Projektbeschreibung:

Das Projekt "Herausforderung Gemeinschaftsverpflegung" stellt das Mittagessen der Küche Graz (vormals Zentralküche Graz) und deren belieferte Einrichtungen in den Mittelpunkt. Die Küche bereitet täglich rund 8000 Portionen für Kinder und Jugendliche im Cook & Chill Verfahren zu und liefert diese an 150 Einrichtungen aus. Zu den Zielen des Projekts zählten die Stärkung des Speisenangebots, die Erhöhung der Zufriedenheit, die Erprobung von Lösungswegen und die Sicherung des Ergebnistransfers.

Die Diagnosephase zeigte Handlungsfelder aus Sicht von Küche, Einrichtungen, Verantwortlichen aus Politik/Verwaltung und Großküchen-Expert/innen auf. In der Umsetzungsphase wurde mit 15 Einrichtungen ein Subzyklus der Diagnose, Planung, Umsetzung und Bewertung der Verpflegungssituation durchgeführt, Maßnahmen zur Modifikation und Optimierung erprobt, von denen schließlich die wirksamen und erfolgreichen nachhaltig verankert wurden. Eine Transfergruppe sicherte die Dissemination der Ergebnisse auf unterschiedliche Handlungsebenen.
 
Ergebnisse und Fazit:

Das Projekt hat gezeigt, dass das Speisenangebot aus der Küche Graz die Österreichischen Empfehlungen für das Mittagessen in Kindergärten vollständig erfüllt. Im Laufe des Projekts konnte vor allem bei den vegetarischen Speisen, bei Vollkorn und Hülsenfrüchten eine Optimierung erreicht werden. Die Fragebogenerhebungen zu Beginn und zum Schluss des Projekts bei den belieferten Einrichtungen zeigten eine Erhöhung der Kund/innen-Zufriedenheit von 38,4 % auf insgesamt 88,3 %. Die Mittagsverpflegung wurde zu Projektende abwechslungsreicher, altersgerechter, geschmacklich besser und ansprechender beurteilt.

Die Einbindung der belieferten Einrichtungen war ein Erfolgsgarant. Durch das Projekt wurden Abläufe hinterfragt, neue Prioritäten gesetzt und das Mittagessen anders bewertet. Eine lange Diagnosephase zum Vertrauens- und Beziehungsaufbau war ebenso wichtig, wie das flexible Eingehen auf die Bedürfnisse der Einrichtungen vor Ort. Es hat sich bestätigt, dass Essen schlussendlich viel mehr als die ernährungsphysiologische Ausgewogenheit am Teller ist. Kommunikation und Transparenz haben sich als wesentliche Schlüsselfaktoren herausgestellt, die zum Gelingen einer qualitätsvollen Mittagsverpflegung enorm beitragen haben.

Zur Dokumentation der Lernerfahrungen wurde ein Transferdokument für Entscheidungsträger und Projektmacher/innen erstellt, das konkrete Umsetzungsmöglichkeiten für die Praxis von Küchen und belieferten Einrichtungen aufzeigt und verbreitet.